Enklave: Neues Augmented-Reality-Spiel in der Mache

Grob herunter gebrochen ist das Spielprinzip dasselbe wie das in Ingress: Die Spielwelt ist zugleich die reale Welt und der Spieler muss – über ein Smartphone – mit bestimmten Positionen auf der Karte interagieren. Wer jetzt aber denkt, Enklave sei nur eine Art Abklatsch von Ingress, der irrt. Denn obiges Prinzip ist so ziemlich das Einzige was die beiden Augmented-Reality-Spiele gemeinsam haben.
enklave
Enklave… Ganz ehrlich? Bis vor Kurzem hätte ich mit diesem Begriff gar nichts anfangen können. Schlägt man im Duden nach, liest man von einen „vom eigenen Staatsgebiet eingeschlossener Teil eines fremden Staatsgebiets“. Als Beispiel könnte man also den Vatikanstaat nennen. Ins Spiel übertragen handelt es sich bei den Enklaven aber nicht um Staaten, sondern – wenn man so will – um Festungen, in denen sich die Spieler verbarrikadieren können. Diese Festungen entsprechen auf der Karte großen Gebäuden oder Strukturen und können im Spiel verteidigt, vom Feind zerstört, bzw. wieder aufgebaut werden. Aber erst mal Alles der Reihe nach.


Die Story

Die Hintergrundgeschichte von Enklave ist fiktiv, aber doch um einiges „greifbarer“ als Geschichten von exotischer Materie oder Dimensionsportalen. Enklave spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft.

Durch den Mangel an sauberem Wasser und anderer wichtiger Ressourcen mussten viele Staaten die Ellbogen ausfahren und wurden von Zeit zu Zeit immer aggressiver um die eigenen Interessen durchzusetzen. Nach einem langanhaltenden, kalten Krieg folgte ein Wirtschaftskrieg voller Sanktionen, Embargos und Enteignungen, der die Weltwirtschaft schließlich zusammenbrechen ließ. Um die Kontrolle zu behalten setzten die Politiker und Machthaber dieser Welt immer mehr militärische Mittel ein, was dann schlussendlich zum lang gefürchteten Atomkrieg führte. Innerhalb nur eines Tages wurden 90% der Weltbevölkerung ausgelöscht. Was blieb war Chaos und Anarchie. Als es dann nur noch ums nackte Überleben ging, schlossen sich hier und da kleine Gruppen und Allianzen zusammen, daraus bildeten sich dann die drei großen Fraktionen mit jeweils unterschiedlichen Ideologien und Vorstellungen der menschlichen Zukunft.


Gameplay

Was sich die Entwickler da so ausgedacht haben, liest sich auf jeden Fall schon mal sehr spannend. Hier die Eckdaten:

  • Ort des Geschehens ist die „echte“ Welt. Gespielt wird mit dem Smartphone und mit Hilfe einer Map. Als Grundlage hierzu wurde die OpenStreetMap verwendet.
  • Drei verschiedene, miteinander konkurrierende Gruppen/Fraktionen mit jeweils unterschiedlichen Ansichten und Auffassungen.
  • „Kleinere“ Computergegner in Form von Räuber-Camps, die an zufälligen Stellen auf der Karte erscheinen und angegriffen werden können.
  • Lern-System (Fähigkeiten): Je mehr man eine bestimmte Aktion wiederholt, desto besser beherrschst man sie. So lässt sich ein eigener, individueller Charakter mit ganz speziellen Stärken und Schwächen erspielen.
  • Crafting: Gegenstände müssen nicht mühevoll gefarmt werden, sondern lassen sich „craften“, sprich selbst zusammensetzen. Das kostet zwar keine anderen Items, dafür aber Zeit.
  • Home-Base: Jeder Spieler kann sich eine eigene Home-Base erstellen, die bestimmte Vorteile, wie beispielsweise das Einlagern von Gegenständen bietet. Die Home-Base ist für andere Spieler nicht sichtbar.

Hauptbestandteil von Enklave sind, wie man sich wahrscheinlich denken kann, die Enklaven selbst. Diese können von den Nutzern mit einem Bild und kurzer Beschreibung des Objekts eingereicht werden. Ob ein Enklave den Richtlinien entspricht, entscheidet erstmal die Community durch Voten (Daumen hoch / Daumen runter). Bei mehreren Ja- und Nein-Stimmen gleichzeitig oder knappen Ergebnissen entscheidet das Entwickler-Team.

Als Enklaven eignen sich größere Gebäude oder Strukturen, die sich eben auch zum Verschanzen in einer Notsituation/Krieg eignen würden. Gute Enklaven sind in etwa Burgen, Schlösser, Festungen, Kirchen usw. Nicht geeignet sind hingegen Polizeistationen, Grundschulen, Kindergärten, Wohngebäude, kleine Statuen und Denkmäler.


Betatest und Release-Informationen

Geplant war ursprünglich ein geschlossener Alphatest mit ca. 1000 Teilnehmern und einer sehr rudimentären Client-Version ab Mitte Juni 2014. Dieser wurde zwei Wochen nach hinten verschoben. Danach hatte man sich jedoch dazu entschlossen, eine andere Schiene zu fahren und zum Teststart einen Client mit größerem Funktionsumfang zu Verfügung zu stellen. Auch Server-seitig soll noch einiges passieren, um dann doch weit mehr als 1000 Spieler handeln zu können.

Als neuer, nach eigenen Angaben realistischer Termin für den Start der Testphase, wird jetzt das letzte August-Wochenende (2014) gehandelt.

Bis Enklave offiziell in der finalen Version erscheint geht sicher noch einige Zeit ins Land, wer aber beim Alpha-, bzw. Betatest schon mit dabei sein möchte, sollte sich langsam sputen und sich unter enklave-mobile.com einen Account anlegen. Im Loginbreich kann man übrigens jetzt schon Enklaven einreichen und/oder auch beim Aussortieren helfen.

Quellen / Links:
enklave-mobile.com
Enklave Google+ Community
Deutsche Enklave Community
Screenshots

2 Comments

  1. Gustav Gans said:

    Ich möchte Testuser werden.

    8. Juli 2014
    Reply
    • Sceleria said:

      Klingt interessant .Als Ingressspieler wäre es schön ein neues Spiel auszuprobieren und ein wenig beim gameplay mit Verbesserungsvorschläge mitwirken zu können

      21. August 2014
      Reply

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